Linkliste zum Thema Digitale Transformation

Allgemeines

Die wohl beste pädagogische Darstellung zum Thema der Neuen Medien wurde vom Bund der Waldorfschulen unter dem Titel Struwwelpeter 2.1 (pdf)(Neuauflage 2017) herausgegeben.

Rezensionen, Hinweise auf Neuerscheinungen oder bloße Referenzen finden sich in der LiteraturListe

Aktuelles

Status der Petition: 'Digital-KITA? - NEIN! // Ja zu konstruktiven Bildungsinvestitionen!' - über 66.000 Unterschriften liegen vor - mit einem Hintergrundbericht über Matsch und Microsoft. Neues über https://eliant.eu. Hier ist auch nachzulesen, daß das Engagement sich lohnt: Die Nachbesserungen fanden Aufnahme in die Vorschläge für die Kommission!

die hessischen Landesschülervertreter fordern nach einem Bericht von Heise online die Aufhebung der Smartphone-Verbote an den Schulen mit dem Argument „Immer mehr Jobs werden digitaler, warum nicht auch die Schule?“.

Und nun kommen die Provider mit Lockangeboten für Minderjährige (hier: Vodaphone, aus: Golem)

Aber der Apple Boss Tim Cook ist der Meinung, er nutze das iPhone zu viel und betont das Menschenrecht der Privatsphäre.

Aktuelles ist immer auf Netzpolitik.org zu finden. Der aktuelle Stand der Durchdringung der Gesellschaft mit Internetzugang wird von der Initiative D21 erfaßt.

Ein interessanter Überblick in Bildern über die Silicon Valley Prominenz, die ihre eigene Schöpfung kritisch sieht, findet sich in der sz.

Aus Japan kommt nach dem Bericht der ZEIT ein Heilsversprechen der 'Gesellschaft 5.0' - Wohlergehen des Einzelnen und Profit der beteiligten Unternehmen ergeben ein glänzendes Gemälde für die gesellschaftliche Zukunft. Umfassend möchte die UN in einem Gipfel zur Künstlichen Intelligenz informieren. Interessant, daß hier die Frage nach dem Wesen von Intelligenz (im Gegensatz zu: Bewußtsein, Inspiration, Intuition) nicht gestellt wird; erst in Kommentaren wird Bezug auf die nächste Stufe der Evolution genommen: Ob der Mensch mit Hilfe der Robotik nun die Körperlichkeit verlassen will?

Sollen politische Entscheidungen automatisch getroffen werden - der Trend nennt sich Automated Decision Making und will wohlüberlegt sein.

Facebook setzt parallel auf direkte Lobbyarbeit, Zuckerbrot und Peitsche: Gegen das Versprechen, die Datenschutzregeln nicht zu schlimm zu gestalten, können Rechenzentren und Jobs angeboten werden.

Die ZEIT stellt dem Ausspruch 'Ich habe doch nichts zu verbergen' ein wohlfundiertes entgegen: Der Satz „Ich habe nichts zu verbergen“ ist gleichbedeutend mit dem verantwortungslosen „Ich besitze nichts und muss niemanden schützen“.

Die digitale Agenda der Bundesregierung ist in einem eigenen Portal einsehbar. So wird das wohl auch im aktuellen Koalitionsvertrag gewünscht.

Sind wir auch in Deutschland auf dem Weg zum Überwachungsstaat, fragt der Spiegel. ZITIS, die staatliche Forschungsstelle für Überwachungstechnik zeigt nach Ansicht der Zeit die ambivalente Haltung der Regierung zwischen Garant von IT Sicherheit und Bedarf an Überwachung.

Dazu paßt die Darstellung der FAZ, nach der der amerikanische Staat eine umfassende Datenbank über alle verfügbaren persönlichen Daten erstellt und dabei das Ziel verfolgt, abweichendes Verhalten, illegale Einwanderung und den Hang zu kriminellen Aktivitäten auszuwerten.

Einen heile Welt im Umgang mit Neuen Medien stellen sich Fujitsu und Netapp vor - wenn man nur ein paar Regelchen beachte. Mehr Regeln wünscht, allerdings anläßlich konkreter Bedenken, auch der Milliardär und Tesla-Erfinder Elon Musk. Und legt nach - Facebooks Zuckerberg unterschätze diese Gefahren.

Ganz andere Fragen aus ethischer Sicht stellt sich das Heidelberger Institut für theoretische Studien unter dem Titel Die Dunkle Seite der Sprachanalyse: Wer tiefer tauchen will, verfolgt die Forschungsergebnisse dieser Workshopteilnehmer; die Süddeutsche berichtete bereits 25/26.3., S. 35.

Die ZEIT analysiert: „Neue Technologien zu entwickeln war nie demokratisch. Aber den Weg der Digitalisierung und künstlicher Intelligenzen könnten wir beeinflussen – ethisch und international“. Wir alle dachten: Like many engineers of my generation, I believed that the internet would be the most empowering and liberating technology since the invention of printing by moveable type. Dann kam das autoritäre Charisma von Trump auf Twitter.

Ob das geschieht, und wie das geschehen soll („we must avoid reproducing sexism in system design“), reflektiert der Guardian unter dem Titel „Tech has become another way for men to oppress women“ am Beispiel der Gleichberechtigung der Frau.

Wie weit durchdringt die digitale Transformation den Freizeitbereich? Heise analysiert die Clubkultur 4.0: Elektronische Tanzlokale zwischen gläsernen Kunden, Online-Booking und handgemaltem Flyer.

Österreich möchte die vollzogene digitale Durchdringung dazu nutzen, jedem Einzelnen die Möglichkeit zur qualifizierten Mitarbeit an parlamentarischen Entscheidungsprozessen zu geben, schreibt die Zeit.

Wie einzelne Unternehmen, z.B. facebook, Meinungen in unangemessener Weise beeinflussen, ist nun bekannt - dies können staatliche Organisationen zur Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten nutzen. Hier der Guardian über russische Versuche, das innenpolitische Klima in den US anzuheizen. Angesichts dieses Vorgehens und der Möglichkeiten, durch gezielte Platzierung von bezahltem Inhalt muß man sich Sorgen um die demokratischen Prozesse machen: In getting to grips with this problem, politicians and the media are realising that the way we think and talk about different types of messages has been well and truly broken. Die Zeit beschreibt die Mechanismen angesichts der preisgünstigen, aber höchst Effektiven Einflußnahme auf den amerikanischen Wahlkampf: Mit Hilfe de Social Media Chaos zu stiften, scheint das Ziel gewesen zu sein: Russian Facebook Trolls Got Two Groups of People to Protest Each Other In Texas.

Ob jedoch gewählte Staaten noch ein Übergewicht gegen Konzerne bilden, kann diskutiert werden: Google wants to run cities without being elected. Don't let it, schreibt der Guardian.

Ein Beispiel, wieder aus dem Guardian, wie bereits vor Jahren analysiert und veröffentlicht wurde, welche Praktiken Facebook und Cambridge Analytika Kunden zur Wählerbeeinflussung und zur Generierung von Umsatz benutzen, zeigt, inwiefern der Verkauf persönlicher Informationen Lebensgrundlage dieser Unternehmen ist. Aber, fragt Sascha Lobo im Spiegel, ist der Politik weder klar, was 'Besitz an Daten' überhaupt rechtlich und wirtschaftlich bedeutet noch sind die bisherigen Antworten (Leistungsschutzrecht) befriedigend.

Und nun, schreibt wieder der Guardian, stellt sich die Machtfrage im Aufruf an die Programmierer erneut: Holt Euch die Macht zurück. Immerhin stellten ursprünglich staatliche Organisationen die Internet Infrastruktur zur Verfügung, um sie dann Privatunternehmen zur Nutzung und zur Deutungshoheit zu überlassen - und im dritten Schritt nach Regulierung zu rufen.

Ist vielleicht überhaupt 2018 ein Jahr des Techlash, des beginnenden Widerstandes gegen das Machtstreben der Konzerne in der Cloud?

Im Spiegel ist grundsätzlich Nachdenkliches über den Umgang mit Innovationen zu lesen - wie gehen wir mit exponentiell wachsenden technologischen Möglichkeiten um, wenn wir nicht in der Lage sind, das intellektuell zu durchdringen? Vereinfachend, indem wir mit mathematischen Modellen arbeiten, die Metadaten anstelle politischer und philosophischer Überlegungen modellieren. Das spezifisch Menschliche wird beiseite gelassen.

Auch im Spiegel eine luzide Zusammenfassung der Wirkungsweise von Verschwörungstheorien.

Computerspiele heißen nun e-Sports und wollen wie der analoge Sport Fördergelder bekommen. Das sei ökonomisch sinnvoll.

5G Ausbau

Ein kurzer Überblick über die Anwendungsszenarien von 5G mit Ansätzen für Kritik findet sich bei Heise.

Ende-zu-Ende Verschlüsselung steht jedenfalls nicht auf der Liste der Features.

Die Frequenzversteigerung für das neue 5G Netz steht in der Kritik - doch wesentliche Fragen wie die Strahlenbelastung und die gesellschaftlichen Konsequenzen der Dauerverfügbarkeit aller Mobilgeräte und des Internet of Things werden gar nicht beachtet.

Eine Übersicht über die Pläne zum 5G Ausbau ist bei Diagnose Funk gesammelt.

Es gibt doch noch Hoffnung - einzelne Gemeinden sperren sich gegen die Aufstellung neuer Sendemasten. Mit der Würdigung 'ungeheuerlich' beginnt womöglich auch die Theologie, sich mit den Auswirkungen von Mobilfunktechnologien zu befassen. Graswang ist so ein Beispiel.

Wer weiß eigentlich, welche Interessen hinter dem 5G Ausbau stehen? Äußerungen, daß jede Milchkanne erreichbar sein solle, sind noch nicht mit konkreten Anwendungen hinterlegt; ob autonome Fahrzeuge wirklich auf 5G angewiesen sind, sollte in Frage gestellt werden (was machen diese Fahrzeuge, wenn bei 100 km/h 5G ausfällt?). Vielleicht mag ein Hinweis sein, daß der nicht-europäische Anbieter Huawei wegen angeblicher Spionagegefahr verbannt werden soll?

Viele der besungenen Vorteile sind mit bestehenden Technologien heute schon umsetzbar: Ein Beispiel ist LoRaWan: https://www.ip-insider.de/lorawan-erobert-die-staedte-a-873103/?cmp=nl-37&uuid=88EDB912-B1C5-49D4-833D888A41A98412 . Ob in jedem Fall eine Kapazitätserweiterung durch 5G erreicht werden kann, ist faglich.

Auch um die Datensicherheit ist es noch nicht gut bestellt - https://www.sueddeutsche.de/digital/verschluesselung-5g-netz-eu-1.4456284.

Und schon kommen die ersten Meldungen über 2000 neue Mobilfunkstandorte - die ersten Minizellen in Straßenlaternen sind dabei. Doch mancherorts regt sich Widerstand von Einzelnen und Gruppen wie dem BUND und einzelne Standorte werden nicht errichtet. Japan möchte Ampelanlagen als 5G Standorte zur Verfügung stellen.

Und doch, wenn man die Umfragen richtig gestaltet, ergeben sich erdrückende Mehrheiten für einen umfassenden Funkausbau: 93 Prozent wollen besseres Mobilfunknetz auf dem Land.

So geschieht es dann auch in Österreich: Die Telekom möchte auch die Wohnungen per 5G erschließen.

So einfach wird das nicht - selbst wenn alle 300m eine 5G Antenne stehen wird - die Sendeleistung wird in vielen Fällen nicht in Gebäude eindringen, Stahlbetonbauten oder Gebäude mit metallbeschichteten Fenstern dürften hier keine Ausleuchtung haben.

Das sieht auch die Stadt Brüssel und stoppt ihr 5G Projekt. Gleiches gilt für Genf.

Auch bei Betreibern von Wettersatteliten ist die Begeisterung über den 5G Ausbau gering, da sich die Frequenzen im selben Spektrum befinden, das bei der sattelitengestützten Qualifizierung von Luftfeuchtigkeit genutzt wird. Damit werden Wettervorhersagen erschwert, denn Meßwerte dieser Spektren können nicht mehr verwendet werden.

In Vorbereitung zum 5G Ausbau wird zur Zeit LTE vorangetrieben und es werden https://www.ip-insider.de/lte-offensive-koennte-5g-vorantreiben-a-824001/?cmp=nl-37&uuid=88EDB912-B1C5-49D4-833D888A41A98412 errichtet.

Auf keinen Fall genügen die derzeit installierten Mobilfunkantennen für den geplanten Netzausbau.

Krieg und Frieden

Tagesschau und die ZEIT berichtete schon 2013 über den Aussteiger Bryant und die Art und Weise, wie Drohnenpiloten Menschen töten.

Cyberwar.

Meinungsfreiheit

„Es gibt kein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung auf einer privaten Plattform“ schreibt der Spiegel und stellt die Art und Weise, wie Twitter politisch verdächtige Inhalte identifiziert und blockiert in den Kontext des NetzwerkDurchsetzungsGesetz es.

Nun ist es an der Zeit, daß die Automaten in sozialen Netzwerken und bei Kommunikationsdienstleistern die Sprache kontrollieren; so will Microsoft Anstößiges per Geschäftsbedingungen und automatisch eliminieren. Google beginnt, Pornographisches automatisch zu identifizieren und zu löschen.

Am Beispiel Facebook zeigt sich, auf welche Weise unbekannte Finanziers mit großen Geldsummen fragwürdige Kampagnen beeinflussen - nicht nur die IRA während des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes, sondern auch eine Kampagne für einen harten Brexit kann als Beispiel dienen.

Überwachungsstaat

Staatstrojaner Nun auch in Deutschland: der große Lauschangriff wird in politischen und technischen Einzelheiten von Heise und Digitalcourage beschrieben.

Nun auch die Gesichtserkennung am Berliner Südkreuz. Der verlinkte Spiegel-Artikel beschreibt den Umfang des Versuchs und führt knapp mögliche Gegenargumente an. In Wahlkampfreden möchte die Kanzlerin dies auf alle Bahnhöfe ausweiten.

Russland und China sind Vorreiter bei der Gesichtserkennung, aus den USA meldet sich nun eine kritische Stimme: Brian Brackeen, Entwickler von Gesichtserkennungs-Software, rät davon ab, diese Software staatlichen Stellen zu verkaufen: Zu schlecht auf Farbige und Frauen trainiert, sodaß beide Bevölkerungsgruppen leicht falsch erkannt und dann verfolgt werden.

Doch, wozu eigentlich - es ist zu einfach, auch in Filmen Gesichter auszutauschen.

An ihren Außengrenzen möchte die EU Einreisende mit Hilfe künstlicher Intelligenz durchleuchten: Lügendetektoren mit Mimik-Analyse und Spracherkennung sollen die Glaubwürdigkeit von Einreisenden nachvollziehen.

Informationsmonopole

Facebook und Google haben es offensichtlich geschafft, die EU Expertengruppe gegen Desinformation zu unterwandern und unter Druck zu setzen.

Mit den neuen Kameras von StreetView und verbesserten Erkennungs- und Assoziationsalgorithmen kann Google nun genauere lokale Informationen speichern - so zum Beispiel Öffnungszeiten von Geschäften auslesen.

Ein lesenswerter Beitrag über die Rolle von Bild und Text im Wirklichkeitsverständnis findet sich im Lehrerrundbrief Juni 2013 des Bundes der freien Waldorfschulen unter der Überschrift „Bildbegriff und Performativität“.

Nach einem Bericht von Heise stellt die mexikanische Künstlerin Geraldine Juarez das Vorgehen von Google und Facebook als Techno-Kolonialismus dar: die Übernahme von Kunstwerken in einer zweidimensionalen Repräsentation zu kommerziellen Zwecken.

Die Zeit bringt uns einen historischen Film, der aus damaliger ScienceFiction Perspektive unsere Welt beschreibt: „Handys überall? Ein Film wusste es bereits 1947“

Der Guardian sieht in Anschluß an Neil Postman die Technologie selbst in der Rolle einer Religion (Church of Technopoly) und erhofft sich einen Martin Luther des Digitalzeitalters: It’s 500 years since Martin Luther defied the authority of the Catholic church. It’s time for a similar revolt against the hypocrisy of the religion of technology. Postman hierzu, im Transskipt aus o.a. Video: The tendency in American culture to turn over to technology sovereignty, command, control over all of our social institutions. In other words, the book is about how American has developed a new religion, as it were, and the religion is its faith in that human progress and technological innovation are the same thing and that paradise can be achieved through greater and greater commitment to technology. Buch Technopoly und Video stammen aus dem Jahr 1992, also aus der Zeit vor der Digitalen Transformation, und haben gerade aus diesem Grund ihre Gültigkeit. Im Wettstreit um die skurrilste Verkürzung des Wesens der Religion liegt gegenüber den Transhumanisten um Ray Kurzweil der Way of the Future vorne: Hier stellt sich KI ausdrücklich an die Stelle Gottes.

Welche Verflachung im Menschenbild mit der Steigerung der Rechenleistung einhergeht, mag folgendes Zitat illustrieren: Computer mit künstlicher Intelligenz (KI) können Menschen nicht nur in Go besiegen, sie sind auch besser im Textverständnis. Man diskutiere: Was bedeutet hier 'Verstehen'.

Kann echte Freundschaft sich im Internet entwickeln, im Internet fortbilden? Wieder der Guardian: we can no longer quite so easily distinguish between our online selves and what we’d call our IRL selves. IRL = In Real Life.

Kann man schon vom Homo facebookiensis sprechen, fragt Milosz Matuscheck in der nzz.

Vielleicht - jedenfalls kursierte ein internes Memo in Facebook, welches den Wert, Menschen über Facebook miteinander zu verbinden, über die körperliche Unversehrtheit stellte. Dies ist Grund genug für Emma Brockes, Facebook zu verlassen - die ehemals Süchtige freut sich am ersten Tag ohne Facebook.

ECommerce möchte jedem Nutzer gerecht werden - kann es darum passieren, daß ein iPhone Nutzer einen höheren Carsharing Preis bekommt als andere?

Medizin

Eine Zusammenfassung der aktuellen Untersuchung BLIKK des Kölner Instituts für Medizinökonomie und Medizinische Versorgungsforschung zur Smartphone Nutzung durch Kinder findet sich in der Zeit, gleich garniert mit einer Behauptung, welche der Studie widerspricht; eine kurze in der Faz: Keine Smartphones unter 12 Jahren! Etwas ausführlicher im Spiegel; sogar die Tagesschau berichtete.

Der Vortrag von M. Spitzer vom 19.7.2018 ist nun auf YouTube zu finden. Eine kritische Auseinandersetzung, und einige Literaturhinweise, findet sich auf heise.de. Axel Krommer schließt sich Studien an, die sich anschicken, die Unwissenschaftlichkeit von Spitzers Vorgehen aufzuweisen. DocCheck hat noch mehr Kritik an Spitzer auf Lager.

Das IT Portal Golem kritisiert den Umgang einer (noch unveröffentlichten) DAK Studie zum Thema Onlinespielsucht (ohne das Problem zu verharmlosen) - was bisher veröffentlicht wurde scheint wissenschaftlich noch nicht haltbar zu sein. Doch die Folgen der Spielsucht sind allerorten dokumentiert - hier zu Micropayments. Und hier ein Zeit/Golem Interview mit D.Levy aus dem Silicon Valley über App-Abhängigkeiten.

Freunde, gibt Facebook vor, hätte man im Netz. Sogar im Spiegel ist hier Nachdenkliches zu lesen: Friends day als Anlass, Fotos der verbundenen Accounts tanzen zu lassen.

Der Guardian fürchtet um die psychische Gesundheit der Jugend: 'Four of the five most popular forms of social media harm young people’s mental health, with Instagram the most damaging, according to research by two health organisations'

Sorgen machen sich auch Android-Entwickler: Die ständige Ablenkung könnte Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit haben.

Bei allen Bedenken hinsichtlich Internetsucht, ist es richtig, auf den Guardian zu hören: Hört auf, die Betroffenen für die Internetsucht verantwortlich zu machen - Apps, Spiele, Portale sind dafür gemacht worden, die Aufmerksamkeit an sich zu binden und suchtartiges Verhalten hervorzurufen. Tadelt die Hersteller! Und, fügt ein paar Wochen später einen Bericht über eine Ex-Betreiberin einer Social Media Site hinzu: 'Ultimately, I began to wonder how many times I’d missed out on a special moment with my kids because I was too busy trying to capture it for social media'. Einen kleinen Überblick zum Thema persönliche Probleme der Smartphonenutzung bietet die SZ.

Vom Suchtpotential spricht sogar ZDNet: Schon einwöchiger Social-Media-Verzicht führt zu klassischen Entzugserscheinungen. Zur Überraschung der Forscher schaffen es die meisten Probanden nicht einmal, wie vereinbart sieben Tage vollständig von Social Media zu lassen.

Fundierter noch die Studie der DAK: Computerspielsucht: 465.000 auffällige Kinder und Jugendliche

Der Guardian beschreibt die Bedeutung der Dominanz der Pornographie im Internet (belegt hinsichtlich Datenverkehr und Umsatzvolumen) für das individuelle Verstehen von Lust und Befriedigung: 'the belief that all desire can and should be gratified is itself what is radically wrong'. Der Trend zu - autonomen oder nicht autonomen - Sexrobotern ist hinsichtlich dieser Aussage zu beleuchten; Schon jetzt bauen einsame Menschen emotionale Bindungen zu Sex-Puppen auf. Die menschliche Fantasie wird also auch die Roboter als Partner annehmen.

Und, wieder der Guardian: 'Our minds can be hijacked': Wie die Internet-Medien die Aufmerksamkeit an sich ziehen, kann ein eine gefährliche Dystopie münden. Anders ausgedrückt: Medienkonsum > 1 Stunde am Tag schadet der psychischen Gesundheit - daraus sollten Konsequenzen für Hard-und Softwareanbieter folgen, fordern Anteilseigner von Apple. Die Ernsthaftigkeit dieser Gefährdung beleuchtet ein Artikel in der Süddeutschen: 'Wer sich aber permanent hinter dem Bildschirm versteckt, riskiert die Isolation im echten Leben.'.

Wie kann 'digital detox' im Zusammenhang von Familien gelebt werden? Kann man Smartphonesucht mit Fehlernährung / Magersucht / Eßsucht vergleichen, fragt der iPod Erfinder Tony Fadell.

Als Überleitung zum physiologischen Teil mag eine Studie dienen, die im Jahr 2011 Microstructure Abnormalities in Adolescents with Internet Addiction Disorder beobachtete.

Siehe die Seite zu ElektroSmog.

Generell in Asien, nun auch in China, steigt der Anteil an Kurzsichtigen. China greift durch und reduziert den Anteil der Hausaufgaben, die per APP erledigt werden können und den Einsatz von Neuen Medien in der Ausbildung überhaupt - zugunsten von papierbasierten Medien.

Die tägliche Nutzung von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets kann sich negativ auf die Gesundheit der Nutzer auswirken. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) hat die Ergebnisse einer entsprechenden Studie vorgestellt. Auch Heise.de referiert eine Studie der Universität Mainz, nach der die Zunahme der Kurzsichtigkeit auf die Smartphone Nutzung zurückgeführt wird.

Mobilfunkstrahlung muß präventiv betrachtet werden, wie die Asbestbelastung, so ein Review von Carlberg / Hardell (nach Diagnose:Funk).

Welche Änderungen die Nutzung von Smartphones mit der Wischtechnik hirnphysiologisch haben könnten, ist noch gar nicht erforscht, meint die Welt.

Allgemeiner faßt die WHO laut Spiegel die Krebsrisiken durch Mobilfunkexposition zusammen. Speziell für die Augen ist die Nutzung von Mobilgeräten problematisch - zusammenfassend und mit Link auf weitere Studien, hier ein Bericht aus der Welt.

Wohl doch keine urban legend ist der Bericht der Zeit, wonach einem Journalist gezielt ein Bild zugestellt wurde, welches bei ihm einen epileptischen Anfall auslöste.

Unfälle durch Handynutzung: Wie groß die Gefahr der Ablenkung durch die Nutzung von Mobilgeräten im Straßenverkehr ist, läßt sich am Verbot der Handynutzung für Fußgänger in Honolulu ablesen. Jüngster Fall ist der Tod einer 17-Jährigen: Das Mädchen überquerte Mitte Januar an einer Haltestelle in Karlsruhe die Schienen und erlitt beim Zusammenprall mit einem Zug tödliche Kopfverletzungen. Nach Polizeiangaben war sie von ihrem Smartphone abgelenkt und trug Kopfhörer. Technik durch Technik schlagen...

Bereits am Anfang der Produktionskette, und erst recht bei der Herstellung gibt es erhebliche gesundheitliche Auswirkungen auf die Produzenten: Particularly in China there are reports of electronics manufacturing factories using hazardous chemicals that can cause cancer (carcinogens such as benzene) or nerve damage (neurotoxins such as n-hexane) and are suspected of causing birth defects and miscarriages. (Greenpeace, S. 18)

Einen Überblick über die Auswirkungen von blauem Licht bietet der Guardian: Schlaflosigkeit, vielleicht auch Krebsanfälligkeit. Mit weiteren Links. Nun erschien auch eine peer-reviewed Studie über Krebswahrscheinlichkeit in Zusammenhang mit Mobilfunknutzung sowie die Art und Weise, wie bezahlte Wissenschaftler die politischen Akteure beeinflussen.

Hier eine Studie, welche den Zusammenhang von Mobilfunknutzung und Krebs aufweist, und hier beschreibt der Guardian die darauf folgende kontroverse Diskussion.

Eliant setzt sich mit dem Bericht des englischen Unterhauses zum Einfluss der sozialen Medien und der Bildschirmnutzung auf die Gesundheit junger Menschen auseinander: 'der Bericht anerkennt, dass Eltern und Lehrer über die gesundheitlichen Auswirkungen der sozialen Medien und der Bildschirmnutzung besorgt sind. Er verneint jedoch den negativen Einfluss der Bildschirmnutzung und der sozialen Medien auf die Gesundheit der jungen Generation und ignoriert die vielen unabhängigen wissenschaftlichen Forschungsresultate, welche auf diese grosse Gefährdung hinweisen. ELIANT befürwortet nachdrücklich offene Konsultationen mit den Bürgern bezüglich Gesundheit und Wohlbefinden der Kinder, allerdings sollten alle Gesichtspunkte, auch die unabhängigen Forschungsresultate, mit einbezogen werden. ELIANT setzt sich für die ganzheitliche Entwicklung eines jeden Kindes ein und dafür, dass die Schulen ihre Unterrichtsmethoden frei wählen können.'

Till Reckert, Reutlingen in Anschluß an Paula Bleckmann über Medienmündigkeit, diagnostiziert neben Vernachlässigung Überforderung, Kopfschmerzen, ADHS und psychische Erkrankungen im Zusammenhang mit der wachsenden Nutzung der digitalen Medien.

Aus Thieme-Taschenatlas Physiologie, 2001, S. 312:

„Aufnahme und Verarbeitung von Reizen Mit den Sinnen nehmen wir aus der Umwelt sehr viele Informationen (10 hoch 9 bit/s) auf, doch wird uns nur ein winziger Teil davon (10 hoch 1 - 10 hoch 2 bit/s) bewusst; der Rest wird unterbewusst verarbeitet oder gar nicht verwendet. Umgekehrt geben wir über die Sprache und die Motorik (Mimik!) Informationen von rund 10 hoch 7 bit/s ab. Bit ist ein Maß für den Informationsinhalt; bit/s ist also ein Maß für den Informationsfluss. Eine Buchseite hat ca. 1000 bit. Ein Fernsehbild überträgt mehr als 10 hoch 6 bit/s.“

Klar, dass bei letzterem nicht viel Raum für eigene Bilder bleibt.

Der Guardian weist auf eine Studie hin, die anhand der Gesichtszüge die sexuelle Orientierung von Menschen erkennen will. Hatten wir Solches nicht schon einmal? Erste Kritik von Aktivisten und die Verteidigung der Autoren folgen.

die Filterblase

Filter bubbles and echo chambers in der gründlichen Analyse der EG ist die Rede von Informationsverschmutzung und davon, was wir dagegen tun können - trockene Faktenchecks sind nicht genug.

Facebook als digitales Crack: Ein ehemaliger Facebook Manager berichtet aus dem Inneren des Konzerns - und warum er und seine Familie nun ohne Facebook leben.

Die SZ stellt dar, wie es dazu kommt, daß YouTube Nutzern, die der AFD nahestehende Inhalte streamen, vorrangig Inhalte dargeboten werden, die ihrem Gedankengut nahestehen und andere Inhalte ausgeblendet werden - interessanterweise scheint das bei anderen Gruppen weniger exklusiv zu sein.

Eine aktuelle, tiefere Analyse findet sich hier: Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt Der Psychologe Michal Kosinski hat eine Methode entwickelt, um Menschen anhand ihres Verhaltens auf Facebook minutiös zu analysieren. Und verhalf so Donald Trump mit zum Sieg.

Mit einer Umfrage unter Tausenden Kindern und Jugendlichen haben US-Forscher deren Medienkompetenz überprüft. Der großen Mehrheit fällt es demnach schwer, richtige Nachrichtentexte zu erkennen und beispielsweise von Werbung zu unterscheiden.

Links sind ursprünglich das Lebenselixir des WWW - doch gefährden jüngste Entscheidungen deutscher Gerichte, nach denen verlinkte Inhalte von den verlinkenden auf Urheberrechtsverstöße geprüft werden müßten die Linkfreiheit. Dazu ein Kommentar der taz mit Ausblick auf die Versuche von Google und Facebook den Informationszugang zu monopolisieren.

Das Jugendmagazin Ze.tt beschreibt die Entstehungsweise der Filterblasen anhand der politischen Präferenzen der 'Freundes'kreise.

Der Spiegel stellt aktuelle sozialwissenschaftliche Untersuchungen über Filteralgorithmen für Medienempfehlungen im Überglick dar: „Du bist, was du magst und all das, was du eigentlich nicht mögen solltest.“

Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß große Firmen versuchen, durch gezielte Förderung von Forschungsvorhaben die wissenschaftliche Diskussion für sich einnehmen wollen - hier zitiert die Zeit entsprechende amerikanische Vorwürfe gegen google.

Bilder können lügen. Und dazu braucht es nicht mal Photoshop. Je weiter ein Bild, ein Text, ein Film, ein Klang von der direkten Lebenswirklichkeit entfernt ist, desto problematischer wird der Wahrheitsbezug.

Was bedeutet es eigentlich, fragt man sich in Anhlehnung an die ZEIT, daß ein Privatunternehmen wie Google mit YouTube frei darüber bestimmen kann, welches Video von welchen Aktivisten freigeschaltet, gesperrt, in Vorschlagslisten aufgenommen oder unterschlagen wird? John Sarbanes, a Democrat from Maryland, said: “Facebook is becoming a self-regulated superstructure for political discourse. Are we, the American people, going to regulate the political dialogue or are you, Mark Zuckerberg?”. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wer eigentlich Meinung in Facebook macht: die amerikanischen Republikaner, meint der Guardian, haben erheblichen Einfluß auf die Meinungsbildung in Facebook. Der Guardian beschreibt Zuckerberg an anderer Stelle als 'A digital gangster destroying democracy'.

Auch umgekehrt funktioniert die Filterblase, selbstverstärkend: So unangenehm die Trollfabrik IRA durch Facebook Anzeigen vor der amerikanischen Wahl und der Brexit Abstimmung auffiel, so sehr wird ihre eigentliche Wirkung durch die Aufmerksamkeit verstärkt, die solchen Vorgängen in der medialen Berichterstattung entgegengebracht wird, meint der Geheimdienstexperte Thomas Rid.

Eine Comic Reihe the first dog on the moon thematisiert die Häufung rechtsradikaler Inhalte auf Twitter, Youtube, Facebook.

Wie Manipulation in Social Media durch spezialisierte Agenturen funktioniert, beschreibt der Guardian.

Recht

WhatsApp: Eine Zusammenfassung der Einschätzungen der Datenschutzbeauftragten der Länder gibt der Spiegel - kurz: Wiewohl WhatsApp den Kommunikationsinhalt verschlüsselt, werden sämtliche Verbindungsdaten und sämtliche Telefonnummern aus den mobilen Adreßbüchern auf amerikanische Server übertragen. Dies ist datenschutzrechtlich mindestens bedenklich. Darüber hinaus gilt für Facebook ein Verbot, die Daten der Tochterfirma Whatsapp zu verwenden. Gegenwärtig scheint die Nutzung von WhatsApp weder im Allgemeinen aus Datenschutzgründen zulässig zu sein (solange dabei Nutzerdaten an WhatsApp übermittelt werden) noch im Besonderen an Schulen, schreibt Heise.de. Auch die Kultusministerkonferenz sieht das kritisch und fordert Elternportale. Externer Link|WhatsApp gehört nicht an Schulen]].

die Kanzlei Hollweck gibt einen guten Überblick über rechtliche Fragen um den Mobilfunkvertrag. Generell gilt, daß Minderjährige keine eigenen Mobilfunkverträge und Laufzeitverträge abschließen können. Alles andere, vor allem Aussagen nach denen eine eingeschränkte Geschäftsfähigkeit mit 16 Jahren ausreiche, ist nicht zutreffend (Wikipedia). Die unbeschränkte Geschäftsfähigkeit wird somit mit Vollendung des 18. Lebensjahres (Volljährigkeit, § 2 BGB) erreicht, oder in einem Übungsfall anders ausgedrückt:

Gem. §§ 106, 107 BGB bedarf ein Minderjähriger, der das siebente Lebensjahr vollendet hat, zur Abgabe einer Willenserklärung, durch die er nicht lediglich einen rechtlichen Vorteil erlangt, der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters, sofern diese nicht im Fall des § 110 BGB als konkludent erteilt gilt. Als minderjährig i.S.d. Vorschrift ist jede Person anzusehen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Gesetzlicher Vertreter des Minderjährigen sind gem. § 1629 Abs. 1 S. 2 Hs. 1 und Abs. 1 S. 3 BGB grundsätzlich beide Elternteile, sofern nicht ausnahmsweise ein Elternteil die elterliche Sorge allein ausübt34. Schließt ein Minderjähriger ohne die Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters einen Vertrag, hängt dessen Wirksamkeit gem. § 108 Abs. 1 BGB von der Genehmigung des gesetzlichen Vertreters ab. Die Genehmigungserteilung wirkt gem. § 184 Abs. 1 BGB auf den Zeitpunkt der Vornahme des Rechtsgeschäfts zurück, so dass das Rechtsgeschäft als von Anfang an wirksam anzusehen ist. Ohne die Genehmigung ist der geschlossene Vertrag hingegen schwebend unwirksam und begründet keine wechselseitigen Verpflichtungen.

Die sog. Taschengeldregelung, nach der Verträge Minderjähriger rechtsgültig sind, welche diese nach Überlassung des Taschengeldes selber bestreiten können, findet auf Laufzeit-Mobilfunkverträge regelmäßig KEINE Anwendung. Eine Kostendeckung auf die Höhe des Taschengeldes sowie eine Einschränkung der weiteren Rechtsfolgen (Urheberrecht, Leistungsschutzrecht usw.) findet hier nämlich nicht statt.

Die Rechtsfolgen der Nutzung von Mobilfunkverträgen, die durch rechtsfähige Personen an nicht-rechtsfähige Personen überlassen wurde, werden in den Vorträgen von Buermann (hier ein Interview)drastisch beleuchtet: Wenn dann etwas schiefläuft und es eine Anzeige wegen Beleidigung, Sexting oder sonst etwas gibt, dann kommt die Anzeige bei Vater oder Mutter an, bei der Person, auf welche die Rufnummer registriert ist. Das machen sich viele immer noch nicht klar. Wir sind als Erwachsene verantwortlich für das, was unsere Kinder und Jugendlichen auf den Geräten machen. Wir haben eine Fürsorgepflicht ihnen gegenüber.

In diesem Zusammenhang werden die Nutzungsbedingungen von Diensten wie Facebook und Instagram interessant; einerseits gewährt Instagram den Zugang ab 13 Jahre, andererseits verlangen die Nutzungsbedingungen, daß der Nutzer die Eigentumsrechte am Ort seiner Gerichtsbarkeit verteidigen kann. Dies sollte in der Regel nur Volljährigen möglich sein.

Komplizierter wird das noch mit der Datenschutzgrundverordnung ab dem 25.Mai 2018 - daher verlagert Facebook die Nutzerverträge in die USA. Wer also Facebook nutzt, muß sich mit internationalem Vertragsrecht auseinandersetzen, in Ergänzung zum Europäischen. Ob das wohl jemand tut? Vereinfacht gesagt, gibt derjenige, der amerikanische Server nutzt, sein Recht auf Vertraulichkeit auf: der Cloud Act sieht vor, daß alle amerikanischen Untenehmen auf Verlangen alle Daten aller Nutzer in allen Ländern amerikanischen Behörden auf Verlangen übergeben müssen.

In anderer Form gibt es einen schwammigen Begriff der „Einsichtsfähigkeit“, der bei Urheberrechtsverletzungen durch Minderjährige eine Rolle spielen kann; hier, FAZ.netgeht es um eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs, die klarlegt, unter welchen Bedingungen Eltern für die Urheberrechtsverletzungen von Kindern haftbar gemacht werden können.

In Haftungsfragen stellt sich die Situation dem Laien noch verworrener dar: Eltern haften nicht für Telefoneinkäufe der Kinder (die ZEIT) oder in anderen Konstellationen eben doch: Eltern müssen für illegale Aktionen ihrer Kinder zahlen (auch die ZEIT)

Verstoßen Mindejährige oder ihre Eltern gegen das Datenschutzgesetz, wenn sie Kontaktdaten an Diensteanbieter Messenger freigeben? Hier die kontroverse Diskussion.

Ganz neue Fragen ergeben sich aus der Grenzenlosigkeit des Internet - kann ein kanadisches Gericht Google weltweit untersagen, Links zu einer Firma anzuzeigen, die vermutlich Rechte einer kanadischen Firma verletze, oder kann der europäische Gerichtshof das Recht auf Vergessen bei Google weltweit einfordern? Und, warum nur Google, nicht auch Bing, AliBaba und andere Suchmaschinen?

Englischer Humor verdeutlicht die Rolle der allgemeinen Geschäftsbedingungen: Ein Provider in Manchester hat laut Guardian kostenlose WiFi hotspots angeboten - allerdings als Gegenleistung soziale Dienste, Reinigungsarbeiten, verlangt. Unter Tausenden hat nur einer sich gemeldet, um die Prämie derer abzuholen, die die ganzen Geschäftsbedingungen gelesen haben.

Die Mittel, die amerikanische Spiele-Hersteller verwenden, werden hier illustriert: Epic zerrt 14-jähriges Kind vor Gericht.

Wie Bayern möchte auch Frankreich Smartphones an Schulen verbieten.

Eine Regelung von Eigentumsrechten an Daten muß besser diskutiert werden als man im ersten Moment meint - sobald man Daten als Dinge erklärt, kann man in Versuchung kommen, diese zu veräußern. Doch gerade dies widerspricht der Auffassung von Daten als persönlichem Merkmal.

Zu Datenschutzfragen, die sich ergeben, wenn Lehrer Schülerdaten auf ihren privaten Geräten verarbeiten, hat das Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz eine klare Auffassung: Ohne Auftrag, Genehmigung und Absicherung: Bleiben lassen.

Zur Anfertigung und Nutzung von Fotos hat die Datenschutzbehörde Brandenburg klare Ausführungen zusammengestellt.

Max Schrems, Österreich klagt nun erneut gegen Facebooks Verletzungen Europäischen Rechtes.

Doch die meisten Benutzer von Facebook kümmern die AGB nicht, beschreibt die Zeit.

Google sieht seine Geschäftsinteressen und die Funktionalität durch das Recht auf Vergessen bedroht.

Das sehen auch Verbraucherschützer so und gehen gegen die massive Nutzung von Orts-Daten durch Google vor.

Sollen wirklich auf Konzerten Mobilgeräte genutzt werden, fragt Bento aus Sicht jugendlicher Konzertgäste.

Nutzungsart

Wofür nutzen Jugendliche das Internet - was geschieht während der 22 Stunden Nutzung pro Woche?

78% der amerikanischen Teenager besitzen ein Apple iPhone.

Schon 11-jährige Kinder betreiben YouTube Kanäle, zum Beispiel mit Reiterhofszenen, die mit Plastikpferden gespielt werden, und ernten neben Begeisterung auch Haßkommentare.

Technik

Eine große Menge Android Smartphones bekannter Hersteller im Besitz eines Telekom Unternehmens und einer multinationalen Technologiefirma enthielten Schadcode ab Auslieferung - offen ist, wie der Code darauf gelangen konnte.

Smartwatches sollen Kinder überwachen - und tun das auch weltweit. Das ist an sich schon pädagogisch und moralisch fragwürdig. Zudem gibe es smartwatches, die derart unsicher sind, daß jeder beliebig Daten abgreifen kann.

Heise.de berichtet, wie Fahrzeuge, im Beispiel ein Tesla, von Unbefugten gehackt werden können.

Ebenfalls von Heise stammt der Bericht über den diesjährigen 'safer Internet day' und Angebote für Eltern, die Rat bezüglich der Internetsicherheit ihrer Kinder suchen.

Wirklich gute Sicherheit im privaten Netz ist schwer herzustellen; ein bedeutender Schritt könnte die Installation einer Trutz Box sein - golem brachte eine positive Würdigung. Das gilt leider auch für staatliche Stellen: Schweden achtete bei der Vergabe des IT Betriebes nicht auf Datensicherheit, woraufhin unbefugter Zugriff auf sensible Bürgerdaten möglich war. Man wisse: in Schweden sind alle Bürgerdaten miteinander vernetzt und zentral erfaßt.

Was mit Microsoft Dateiformaten gut funktioniert, ist nun auch mit der freien Konkurrenz möglich: Phishing mit Google Docs - bösartige Dokumente laden das komplette Adreßbuch zu unlauteren Zwecken herunter.

Jeder möchte gerne von jedem wissen, wo er gerade ist - das Internet der Dinge macht dies einfacher. Manchmal beabsichtigt, manchmal nicht.

Einen guten Überblick über die Zuckerberg-Anhörungen in Washington gibt die Zeit.

Viele Farbdrucker identifizieren sich mit einem individuellen, kaum wahrnehmbaren Stempel auf jedem Ausdruck. Wikipedia beschreibt die Technik (andere Quellen dort). Die Codes lassen Rückschlüsse auf Seriennummer und Druckzeitpunkt zul. Darüber wird jedes Blatt Papier eindeutig dem Druckerbesitzer zugeordnet. Auch das Wiederherstellen von Dokumenten aus dem Aktenvernichter wird dadurch erleichtert.

Nicht alle Authentifizierungsmechanismen sind so sicher wie die Hersteller versprechen - für Apple Nutzer kann interessant sein, daß ihre Kinder mit Face ID gesperrte Geräte entsperren können.

Die Vertraulichkeit von EMail wird aus gutem Grund angezweifelt. Einen Schritt weiter geht das Google-Umfeld: Entwickler von Zusatz-Apps haben regelmäßig den kompletten Inhalt von privaten Mailboxen analysiert.

Manchen scheint die Datensicherheit auch ziemlich egal zu sein - Facebook ist ein Beispiel dafür.

Google kann alles mithören, was deren Internet Of Things Geräte in den Haushalten mitschneide. Bei Alexa ist das nicht anders.

Ebenso wie China verbietet nun auchRussland die Benutzung von VPN Diensten.

Digitalcourage stellt Argumente um die Online-Überwachung durch die (Daten-)Industrie bereit und meint: Kameras auf der Schultoilette? Leider kein Witz

Mensch und Maschine wachsen zusammen: Implantate, Wearables, Augmented Reality.

Und schon geht es los - nach dem gescheiterten Versuch von Googles goggles geht Snapchat mit Brillen mit eingebauter Kamera in den Breitenmarkt. BabelFish kommt: Laut Heise ist ein Bluetooth Headset in Planung, welches (mit gehöriger Online Verbindung) für Simultanübersetzungen sorgt.

Googles VR Aktivitäten sind zwar eingestellt / neu aufgesetzt, Intel zeigt nun jedoch die Datenbrille mit Netzhautprojektion.

Mit gutem (?) Beispiel voran geht ein CEO, indem er sich einen RFID Tag einpflanzen läßt. Nun folgt die Belegschaft einer ganzen Firma.

Bereit für die Praxis sind Wearables: Geräte, die umgeschnallt oder in die Kleidung integriert werden und Verbindung des Körpers mit dem Netz herstellen. Das geht über reine Fitnesstracker und Freizeitanwendungen auf Smartphones hinaus - die britische Straßenbaubehörde möchte ihre Mitarbeiter, aus Sicherheitsgründen, permanent überwachen und die Daten zentral auswerten: … a collar drowsiness detector and ear clip measuring changes in blood flow which are indicators of attention loss and an initial sign of fatigue. A ruggedized wrist-worn vital band monitored vital signs and environmental factors. This alerts employees to signs of heat stress and provides other valuable information, such as a sudden change in posture indicating a trip or fall, and the wearer’s exertion level, to ensure they are operating safely.  A location badge, when activated by the wearer, sends an instant alert allowing help to be dispatched far more quickly and accurately in the event of a threat or injury..

So toll ist das vollautomatische japanische Roboterhotel doch nicht gewesen - jetzt werden einige Roboter durch Menschen ersetzt.

Automatische Gesichtserkennung war gestern - nun sollen die Stimmungslagen automatisch kategorisiert werden.

Was ist eigentlich ein Twitter/Google/Facebook bot?

Vielerorts wird bereits das Smartphone für tot erklärt. Dieser kurze Artikel gibt Hinweise, wohin Microsoft und Apple die Technik entwickeln: Augmented und Virtual reality Geräte sollen auf Smartphones folgen. Apple möchte sogenannte KI Chips in Smartphones integrieren; einige Aufgaben, die vorher in der Cloud erbracht wurden, sind nun auf das Smartphone übergegangen: Die Gesichtserkennung zur Authentifizierung erfolgt komplett auf dem Endgerät. Bertelsmann möchte nach einem Bericht der faz nun sogar mit Hilfe Künstlicher Intelligenz Grenzüberschreitungen Künstlicher Intelligenz überprüfen. Als könnten nichttranszendente Systeme transzendent urteilen - oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Huawei, AMD, Intel, vielleicht Apple kündigen KI Chips auf Mobilgeräten an - was auch immer Künstliche Intelligenz in diesem Zusammenhang bedeuten mag und was auch immer Entwickler damit anfangen. Genannt werden: Bilderkennung, Energiesparen auf dem Mobile. Im Virtual Reality Zusammenhang ist hier sicher Spannendes zu erwarten.

Die Zeit berichtet von der letzen Messe Kind und Jugend 2017 in Köln - die vollumfängliche Überwachung aller Parameter rund um das Kind ist nun jedem erschwinglich.

Fujitsu hat eine Sicht auf die Arbeitswelt der Zukunft - unterstützt durch künstliche Intelligenz, aufgelöste Fimenstrukturen, Freelancer und Offshore Angestellte gemischt - bedeutet das: mehr prekäre Arbeitsverhältnisse auch in Industrieländern? Eine andere Dimension von Mensch-Maschine Kommunikation und Kontrolle durch die Maschine, wie in diesem Textausschnitt: Wearable technology such as smart glasses will help to manage employee workloads and stress levels by monitoring their levels of concentration. Once they assess that the individual is immersed in a particular task, they will automatically filter out non-critical communication.(ebd, S. 6). Und: Artificial intelligence will deliver a huge leap forwards in enhancing the employee experience, by generating new levels of insight into employee behavior, preferences and context. AI will also play a key role in defending against an escalating cyber security threat, which will increase in sophistication as more areas of the business – from the office entry system to the coffee machine - become connected to the Internet of Things. (ebd., S. 8) Die Mensch-Maschine-Integration soll auf allen Ebenen möglich sein: But age will become less of a barrier even in some of the most physically demanding of roles. By 2025, sectors such as manufacturing and retail will be using exoskeleton technology to help older industrial workers to perform tasks that exceed their own strength, but also to augment and support workers in repetitive jobs in order to prevent and reduce injuries(ebd., S. 24)

Dies alles soll ermöglicht werden durch Verknüpfung aller verfügbaren Daten: Data will be the lifeblood of every successful business in 2025, mined in real time from all aspects of the workplace(ebd., S. 27); 'All aspects' bedeutet hier alles von den biometrischen Daten, Kalendereinträgen bis hin zu persönlichen Vorlieben, Fähigkeiten und Eigenschaften.

Ein neuer Hashtag macht die Runde #deletefacebook. Nun schloß sich auch der Mitbegründer von WhatsApp, Brian Acton, dieser Bewegung an.

Folgt man der Einschätzung von Tom Warren auf The Verge, gilt es Abschied zu nehmen von Windows als Treiber für das Geschäftsmodell von Microsoft - Microsoft verlegt das Geschäftsmodell auf Cloud Dienste. Office wurde zum Cloud / Abonnement Produkt. Windows ist nur noch eine der möglichen Plattformen für den Zugriff auf Cloud Dienste.

Dating Apps scheinen Vorurteile, Rassismus, Ungleichheit zu bedienen.

Weg vom Grundsatz der Datensparsamkeit hin zu einem kreativen, sicheren Datenreichtum: So faßt Golem die Bestrebungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zusammen. Immerhin wollen die Autoren den Daten einen Rechtsstatus analog zu anderen Dingen geben.

Datenschutz gilt in den USA für nicht-Amerikaner nicht. Darüberhinaus, berichtet Heise über einen amerikanischen Rechtsstreit, nach dem Google verpflichtet werden kann, Emails von ausländischen Servern an Ermittlungsbehörden auszuliefern. Entgegenstehende Urteile erwirkte Microsoft. Es ist zu erwarten, daß amerikanische Firmen und Firmen, die in den USA aktiv werden wollen, zur Herausgabe internationaler Daten verpflichtet werden.

Wie Golem berichtet, gilt Datenschutz auch gegenüber Amerikanern wenig - wenn nun Provider mit ihren Kundendaten handeln dürfen, ist allen anderen gestattet, mit den Daten ihrer internationalen Kunden Auswertungen, Verknüpfungen und Handel nach Belieben zu starten.

Engaget berichtet über das Dekret, in dem Präsident Trump das Recht auf Datenschutz für nicht-Amerikaner aufhebt.

Golem beschreibt die Bestrebungen, die EU Datenschutz Regelungen auf Chat und Telefonie Anwendungen auszuweiten.

Apple speichert Anrufprotokolle, sodaß Behörden mittelfristig darauf zugreifen können. Doch im Gegensatz dazu plant Apple, die mit iMessage versendeten Kurznachricht komplett, Ende-zu-Ende zu verschlüsseln und im Gegensatz zur bisherigen Praxis nicht mehr im entschlüsselbaren iCloud Backup zu halten.

Ein kurzer Artikel auf golem zeigt, wie Mobilgeräte anhand ihrer WLAN Adressen identifiziert und verfolgt werden können. Dies ist in der Tat gelebte Praxis im Einzelhandel. TheRegister beschreibt technisch, wie das funktioniert, warum Android Geräte hier besonders anfällig sind, aber auch Apple nicht komplett vor Tracking schützt. Es hilft nur: WLAN außer Haus deaktivieren. Nur: zu Hause ist WLan aufgrund der ElektroSmog Problematik ebenfalls mit Vorsicht zu genießen… Ob das Ganze legal ist, untersucht GOLEM und warnt die Betreiber vor „erheblichen rechtlichen Konsequenzen“. Weit verbreitet ist es auf jeden Fall: Es „tracken 23 Prozent der befragten Unternehmen die Laufwege der Kunden im Laden“.

Im Gegensatz dazu stellt der aktuelle Bericht der Berliner Datenschutzbeauftragten (pdf, komplett) fest, daß die Einrichtung von WhatsApp Gruppen für Eltern durch Lehrer einen eindeutigen Verstoß gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen darstellt - kurz: personenbezogene Daten gehören nicht auf amerikanische Server ohne europäische Datenschutzgrundlagen.

Details können mit Hilfe des Lehrerhandout des Bundesverbands der Datenschutzbeauftragten diskutiert werden.

Wie leichtfertig in anderen Ländern mit personenbezogenen Daten umgegangen wird, zeigen wieder mal die Republikaner der USA: Nach einem Bericht auf Heise stand ein komplettes amerikanisches Wählerverzeichnis online bereit. Hier die Originalquelle.

Um welche Daten es geht, mag der Artikel aus Spektrum verdeutlichen, der die Verwendung von Gesundheitsdaten für die Verfolgung von Verbrechen verdeutlicht - wie umfassend darf denn die Überwachung sein, bitte?

Weitere Beispiele zur (un)erwünschten Weitergabe von persönlichen Daten an Softwarehersteller findet man in den Nutzungsbedingungen von Windows 10 oder Apple (hat ja jeder sorgfältig gelesen, verstanden, unterschrieben und geglaubt, oder?). Die Realität spiegelt sich in dieser Sammelklage in den USA gegen Spielehersteller, die Daten der kindlichen Nutzer speichern und verwerten sollen.

Möglichkeiten, iPhone Nutzern Grenzen der Internet/Applikations-Nutzung zu ziehen, beschreibt 9to5mac.

Die Zeit beschreibt in einem Grundlagenartikel Aspekte der Gewalt im Internet: Stalking, Mobbing, Ausspionieren.

Wie und in welchem Maßstab Cybermobbing funktionieren kann, zeigt das französische Beispiel der Gruppe Ligue du LOL - Intellektuelle, die gezielte Attacken vornehmlich gegen Frauen lancierten.

Herstellung, Betrieb, Entsorgung

Zusammengefaßt findet sich das Thema bei Greenpeace im Guide to greener electronics.

Greenpeace faßt die ökologischen Auswirkungen von 10 Jahren Smartphone zusammen. Allein im Jahr 2014 verursachte die Herstellung von Geräten wie Smartphones 3 Millionen Tonnen Abfall. Die Details, PDF sind erschreckend - doch nur die Spitze des Eisbergs: Die ökologischen Kosten und Auswirkungen der Sendenetzwerke, der Serverfarmen für den Betrieb der Apps und Dienste, der Energieverbrauch sind noch gar nicht berücksichtigt.

Einen zaghaften, aus Sicht des Unternehmens gewaltigen Schritt voran geht das Fairphone - hier eine Studie des Fraunhofer Instituts zur Frage, wie nachhaltig so ein Fairphone nun wirklich ist. Selbst für ein nachhaltig produziertes Mobiltelefon gilt: The results amount to 43.9 kg CO2e with the production phase . Und nun dies: Wo andere mit komplett neuen Modellen protzen, stellt Fairphone auf der IFA ein neues Kamera Modul für ein altes Gerät vor.

So what can you do to keep the environmental impact of the Fairphone 2 (and other consumer electronics) to a minimum?

  • Keep it. Use your phone (or other devices) as long as possible.
  • Repair it yourself! If something breaks, take advantage of the spare parts and easy repairs.
  • Delay upgrades. Technology always keeps advancing, but before you buy the latest gadget, carefully consider whether or not you need the fanciest new capabilities.
  • Spread the word. The Fairphone 2 is a great storytelling tool – use it to explain to others why longer-lasting devices are so important.

Ganz anders Apple Computers. Entgegen der eigenen Darstellung, nachhaltige Produktionsweisen fördern zu wollen, auch der positiven Würdigung durch Greenpeace verhindert die Firma die Wiederverwertung von Altgeräten, indem sie die Recycling Partner verpflichtet, alle zurückgegebenen Geräte zu shreddern anstatt sie zu reparieren und weiter zu verwenden.

Die Zeit hinterfragt die Aussage, die Digitalisierung trage zu einer ressourcenschonenderen Wirtschaftsweise bei.

der Tagesspiegel analysierte am 10.4.2017 die einseitige Abhängigkeit öffentlicher Verwaltungen von Microsoft Produkten und stellt Open Source Alternativen mit Anwendungsbeispielen fundiert und gut informiert dar.

Wie funktioniert das eigentlich, Geld Verdienen im Internet? Die Zeit analysiert für Österreich: Medienforscher der Hochschule St. Pölten untersuchten in einer Studie für die österreichische Regulierungsbehörde RTR die 100 meistgeklickten österreichischen Videos auf YouTube. Das Ergebnis war ernüchternd: 54 davon enthielten eindeutig Produktplatzierungen.

Eine interessante Prognose über den Niedergang von Google bringt Daniel Colin James - AdBlocker stören das Geschäftsmodell und könnten die Haupteinnahmequelle beeinträchtigen. Das Suchverhalten scheint sich von Anzeigen-Sehen zu Produkte-Entdecken zu wandeln. Und hier haben Plattformen wie Amazon die Nase vorne.

Ein Beispiel, wie sich die Bereitstellung von kostenlosem WLAN monetarisieren läßt, zeigt Heise: Die Londoner U-Bahn Betreiber möchten halbwegs anonymisierte Daten ihrer Nutzer verkaufen.

Was geschehen kann, wenn ein Digitalisierungsprojekt mit dem Versprechen gestartet wird, 'Privacy by Design' umzusetzen, kann am Beispiel von https://www.theguardian.com/world/2018/oct/23/toronto-smart-city-surveillance-ann-cavoukian-resigns-privacy/Toronto beobachtet werden - die Datenschutzbeauftragte hat angesichts der eklatanten Mängel das Projekt verlassen.

IBM möchte mit Watson und der Zusammenarbeit mit Salesforce Datensammlungen starten, die in der Ambitioniertheit der Analyse über das bisher bei Facebook und Google gesehen hinausgehen. Erste Anwendungen im Gesundheitssektor spielen HealthKit Daten von (noch freiwilligen) Apple Nutzern der wissenschaftlichen Analyse zu.

Was FaceBook wirklich über die Einzelnen weiß, ist ungefähr abzuschätzen, sagt die SZ - doch dies scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein. Wie umfassend das Wissen und damit die Steuerung des Einzelnen sein soll, zeigt der Versuch, über Banken auf Finanzdaten der Facebook Kunden zuzugreifen. Doch diese Daten werden weit verteilt: Facebook hat einigen großen Technikfirmen offenbar einen umfassenderen Zugang zu Daten seiner Nutzer gewährt als bislang angenommen, schreibt ZDNet. Dies ist, schreibt der Guardian, erwartbar, weil es Teil der Facebook Idee ist.

Doch, März 2019, mischen sich gegenteilige Töne in Zuckerbergs Verlautbarungen - während er Facebook als öffentlichen Ort sieht, möchte er neue Kommunikationstools zur Verfügung stellen, die eher einem privaten Wohnzimmer ähneln.

Eine Analyse von Zuckerbergs Äußerungen, er wolle in Zukunft Datenschutz und Manipulation anders betrachten, kommt von der Süddeutschen Zeitung.

Der 56-seitige Bericht (PDF) des Parlamentsausschusses Digital, Culture, Media and Sport (DCMS) führt das im Detail aus und vergleicht FaceBook mit digitalen Gangstern.

Diese Redewendung scheint nicht so weit hergeholt - zwar dementiert FaceBook den Bericht des WallStreetJournal, wonach Apps sensible persönliche Daten an Facebook senden, selbst wenn der Nutzer gar keinen Facebook account besitzt. Doch welches Interesse sollten die App Entwickler sonst verfolgen, wenn nicht ein Vertrag mit Facebook diesem zugrundeliegt?

Bloomberg beschreibt, wie Facebook versehentlich Nutzerdaten auf Amazon Servern veröffentlichte.

China erfaßt alles - auch den BreedReady Status seiner Frauen.

Supermarktkassen (hier berichtet der Spiegel über Real) und andere Werbe-Displays (Post, der Link folgt) analysieren die Gesichter der Betrachter und die Reaktionen auf die Werbevideos. Zwar ist noch die Datenhaltung anonymisiert - aber beliebige Szenarien, besonders in Verknüpfung mit dem gleichzeitigen Bezahlvorgang, sind realistisch. Und nun die gute Nachricht vom Verein Digitalcourage: Real verzichtet auf diese Technologie. Die Post ist noch nicht so weit…

Ein deutlicher Kommentar auf heise.de prangert die Absichten von Microsoft an, Überwachungsvideos zentralisiert automatisiert zu indizieren und sich als zentrale Datenhaltungs- und Überwachungsplattform zu etablieren.

Nicht fehlen darf in diesem Zusammenhang der Gesundheitssektor, beispielsweise bei Heise ist zu lesen, daß Apple - zunächst in den USA - die Gesundheitsdaten mit Hilfe des iPhones zusammenführen möchte und mit Cloud Funktionen aufwerten.

Die Zeit beschreibt, daß Google aufhören will, die privaten Mails der Kunden zu scannen, um daraus Werbung zu generieren. Was als Ersatz verwendet werden wird, bleibt noch offen.

Ach, Du willst Dich verstecken, indem Du einfach ein Programm installierst, das ständig zufällige Daten als Suchanfragen schickt, oder indem Du eine Sim Karte eines Anderen nutzt? Vergiß es, beweist die Zeit.

Google möchte so gerne wissen, wo Du gerade bist, daß es Lokations-Informationen auch speichert, wenn es eigentlich abgestellt ist, stellt der Guardian fest.

Auch Ihr Staubsauger wird Sie beobachten und Daten über Ihre Wohnung in die Cloud stellen - so wünscht sich das nach Heise und Zeit iRobot, der Hersteller der autonomen Roomba Sauger.

ZDNET beschreibt: Sensordaten aus Fahrzeugen sollen für genauere Verkehrsinformationen und Sicherheitswarnungen sorgen. Dazu werden diese Daten sowohl an die HERE Zentrale, Fahrzeughersteller, Verkehrsleitsysteme als direkt auch an andere Fahrzeuge übermittelt. Für selbstfahrende Fahrzeuge ist dies bereits Standard.

Autonome Autos erzeugen Unmengen an Daten. Wer hat alles Interesse daran?

Wieder einmal Facebook und der Umgang amerikanischer Behörden mit Daten kritischer Teilnehmer - der Spiegel berichtet über massenhafte Durchsuchung von Facebook Profilen.

Dazu paßt dann der Befund der Bayrischen Datenschutzbehörde, nach dem das Pixel-Verfahren genutzt wird, mehr oder weniger anonymisierte Kundendaten an Facebook zu übermitteln und über Facebook zusätzliche zielangepaßte Werbung zu erzeugen.

Welche Daten ohne Wissen des Nutzers gesammelt werden können, zeigt der Fall der Tastatur-App AI.Type: Offensichtlich wurden gezielt Tastatureingaben, IMEI Nummern, Standortdaten, persönliche Informationen aller Nutzer in eine riesige Datenbank kopiert, die zu allem Überfluß auch noch eine Zeitlang öffentlich zugänglich war.

Dein Telefon weiß besser um Deine Stimmung als Du denkst: Mit Hilfe der Gesichtskamera können Anwendungen Deine Gefühlslage erraten und an die Cloud weiterleiten.

Fitnesstracker haben erstaunliche Nebenwirkungen: Ein Portal ermöglichte es Analysten herauszubekommen, wo sich geheime Militärbasen befinden: Strava-Aktivitätenkarte legt Militärbasen und Soldaten-Infos in aller Welt offen

Offenbar fand über die Jahre ein Politikwechsel bei Apple statt: The Customer Is Not Our Product. Tim Cook warnt im Interview mit CNN: „Privacy, says Cook, is one of the top issues of this century, and if we don't address it now, „the problem gets so large it may be impossible to fix.“

Doch zumindest den amerikanischen Mobilfunkkonzernen ist jede Verdienstquelle recht - so werden Standortdaten der Mobilfunknutzer an Interessierte verkauft.

Eine Art, Ansprechpartner direkt zu erreichen ist bei Facebook für Werbetreibende die, EMail Adressen und Telefonummern zu hinterlegen, an die Werbung eingespielt werden soll. Dazu wird - entgegen dem ersten Anschein, es handele sich nur um ein Datum im Kennwort-Rücksetz-Prozeß - auch die hinterlegte Sicherheits-Telefonnummer bei Facebook genutzt.

Woher haben die Spammer ihre EMail Adressen? Firmen wie verifications.io liefern gültige Adressen inklusive Namen - eine solche Datenbank war auch mal versehentlich online.

Das ist aber gar nicht nötig - viele offizielle oder offiziöse Seiten verwenden Tracker, womit das Suchverhalten von Nutzern in Datenbanken gespeichert wird. Suche auf der privatwirtschaftlich betriebenen Städteportalseite nach der Suchtberatung, schon bist Du registriert.

Die EU möchte laut Spiegel mehreren tausend Institutionen oder Gemeinden, auch Krankenhäusern, eine Anschubfinanzierung für freies Internet bieten. Denkt denn keiner an Elektrosmog?

Heise.de berichtet über die Zukunft der Straßenbeleuchtung: Lampensäule als WLAN-Hotspot und Drohnenladestation — Als weiterer Anwendungsfall liegt öffentliches WLAN auf der Hand. So könnten WLAN-Router in den smarten Lampen weite Bereiche der Innenstädte mit Internet versorgen. Davon würden Bewohner wie Besucher profitieren – und auch der Handel: Intelligente Analysefunktionen in den WLAN-Geräten könnten anhand der erhobenen Nutzerdaten gezieltes Marketing betreiben. Unter dem Namen Meraki bieten Cisco und Fujitsu bereits heute ein Produkt an, welches den Aufenthalt von Kunden in Einzelhandelsgeschäften mehr oder wenige anonymisiert erfaßt, analysiert und für Marketingzwecke ausnutzt. Gegenleistung: Kostenloses WLan im Einzelhandel.

Frankreichs Behörden verlassen WhatsApp und gehen in die Matrix. Andere nutzen nextcloud, ein Beispiel natürlich https://www.elternserver.de

Autonome Fahrzeuge und ihre ethischen Implikationen

Feldversuch in Ljubiljana: Alle Verkehrsteilnehmer werden spontan miteinander vernetzt, um Unfälle zu vermeiden (aha: Wer kein Smartphone dabei hat, wird vom autonomen Fahrzeug einfach überfahren?), Verkehrsflüsse zu erkennen und zu steuern (Fujitsu: Spatiowl), und die Abhängigkeit von Internetverbindungen für die Kommunikation von verkehrsteilnehmenden Geräten untereinander zu beseitigen.

Wie weit fortgeschritten die automatische Verkehrsanalyse ist, zeigt diese Pressemitteilung von Fujitsu aus China: Verkehrszustände sollen automatisch analysiert werden und es soll entsprechend Verkehrslenkung oder Sanktionierung aus diesen Daten möglich werden.

Mit dem Versprechen, die Vekehrssicherheit zu erhöhen, möchte die Industrie Schulkindern Totalüberwachung spendieren.

Wenn aber, wie geschehen, Lücken in der Sicherheit bei Fahrzeugtrackern bestehen, sind Katastrophenszenarien leicht auszudenken.

Die Zeit fragt nach der Kontrollierbarkeit künstlicher Intelligenz: Lenkt der Computer, weil er Straßenränder, Markierungen und andere Fahrzeuge erkennt – oder achtet er auf ganz andere Dinge, die nichts mit dem Verkehr und seinen Regeln zu tun haben?

Steven Cox, Fujitsu thematisiert am Beispiel der Bewerbervorauswahl als Firmenvertreter, wie vorurteilsbelastet technische Entscheidungshilfen sein können.

HPE und eine Schweizer Hirnforschungsinitiative der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne möchten eine Maschine bauen, die ein Gehirn eines Säugetieres abbilden kann.

Aus Korea kommt nun für die Samsung Geräte, mit dem Zielpublikum der geschäftlichen Nutzer, eine weitere MDM Anwendung: Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten von Mobiltelefonen mit Android 7 mit einer zentralen Verwaltung. Ob das auch für Mobilfunkgeräte minderjähriger Nutzer durch Eltern brauchbar ist?

Nutzerberichte

Was ist eigentlich Tinder? Auf zett eine anekdotenhafte Beschreibung.

Google, Facebook, Apple sind die neuen Räuber-Herren, schreibt der Guardian.